Elektrosmog Untersuchung und Elektrosmog Analyse von Vastu + Baubiologie - Vasati Berater, Wasseradern, Gesundes Wohnen, Baubiologie
 
   
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Elektrosmog hemmt Melatoninproduktion

Melatonin gehört zu den Neurohormonen, die im Gehirn produziert werden und als übergeordnete Steuergrössen immunologische und vegetative Prozesse im Körper regulieren. Die Funktionen des Abwehrsystems, die immunologische Erkennungsfähigkeit von Krebszellen, die Infektabwehr, die Stabilität gegenüber rheumatischen und anderen schmerzhaften Prozessen, die Steuerung der chronobiologischen Rhythmen (der "inneren Uhr") und die Regulierung von Schlafphasen und Schlaftiefe sind direkt von der Menge des gebildeten Melatonins abhängig.

Wenn die elektromagnetischen Impulse der Sonne auf den Menschen einwirken, also tagsüber, sinkt die Melatonin-Konzentration ab, und nachts steigt sie an. Dies reguliert die Erholung im Schlaf, den Tiefschlaf und die Abwehrbereitschaft gegenüber Krebs. All diese verschiedenen Funktionen hängen davon ab, dass der Melatonin-Spiegel nachts ansteigt.

Biologische Systeme haben in ihrer Entwicklung bislang keine Unterscheidung zwischen elektromagnetischen Impulsen aus technischen Quellen und solchen aus natürlicher Herkunft erlernt. Über Millionen von Jahren haben sich diese Rhythmen ungestört einspielen können, weil die Dichte elektromagnetischer Impulse aus natürlichen Quellen (und andere gab es nicht) nachts gegenüber dem Tage deutlich abnahm. Seit wenigen Jahrzehnten erst wirken nachts technische Hochfrequenzfelder auf Menschen ein. Nachts scheint die Sonne nicht, ihre (sichtbaren) elektromagnetischen Impulse sind abgeschirmt. Zwar wird es auch heute sichtbar dunkel, die Zirbeldrüse, die Produktionsstätte des Melatonin, kann dies aber oft nicht mehr registrieren. Sie orientiert sich nur daran, dass elektromagnetische Impulse einwirken, unabhängig davon, ob deren Frequenzen im sichtbaren oder unsichtbaren Spektrum liegen. Die Folge ist, dass es, weil die technischen Felder bei Sonnenuntergang nicht abgeschaltet werden, für die Zirbeldrüse weiter "hell" ist, und die Melatoninsekretion nicht ansteigt.

Kurze Zeit nach der Inbetriebnahme einer militärischen Radaranlage stieg die Rate des Melanoms bei der Bevölkerung in der Umgebung sprunghaft und hoch signifikant an. Laborchemisch fand man ein dramatisches Absinken des Melatoninspiegels im Blut der Bevölkerung nach Betriebsbeginn der Radaranlage.

Wahrscheinlich hängt die beängstigend steigende Melanom-Häufigkeit nicht alleine von der Ozonschicht-Schädigung ab, sondern auch zu einem nicht unerheblichen Anteil von technischen Anlagen mit gepulsten elektromagnetischen Emissionen. Bei einigen hormonabhängigen Krebsarten, besonders beim Brustkrebs gilt der Zusammenhang zwischen Krebsentstehung und Melatoninsenkung als hochwahrscheinlich.
Melatonin unterdrückt die Transkription des entsprechenden Rezeptor-Gens und damit die Bildung der Rezeptoren bei Brustkrebs mit positiven Östrogen- beziehungsweise Progesteron-Rezeptoren. Wenn Melatonin fehlt, kommt es zu einer verstärkten Bildung dieser Rezeptoren und damit zu einer Tumorzell-Aktivitäts-Steigerung.

Schlafstörungen als Ausdruck gestörter Biorhythmik und Depressivität sind häufige Symptome eines Melatoninmangels. Man sieht, wie sich ein Mangel an Melatonin einerseits "unspezifisch" und andererseits zentral auswirkt. Depressivität und Schlafmangel sind häufige Begleitsymptome bei allen möglichen Krankheitsbildern, und genau dies hängt ja auch mit der zentralen Steuerungsfunktion zusammen, die dem Melatonin zukommt.

Bei wie vielen verschiedenen Krankheitsbildern ein Mangel an Melatonin eine Rolle spielt, ist unbekannt. Keinesfalls ist er immer die Ursache der Gesundheitsstörung, und es wäre falsch, dem Melatonin pathophysiologisch, diagnostisch und therapeutisch Priorität einzuräumen. Aber in etlichen Fällen fungiert es als bedeutsamer "Kofaktor" im "Triggern" (Aufschaukeln) eines Krankheitsprozesses.

Elektromagnetische Felder aus technischen Quellen, unregelmässige Lebensweise ohne Berücksichtigung von Schlaf-Wach-Rhythmen, Schichtdienst, Flugreisen, depressionsfördernde Lebenssituationen, Hormonbehandlungen, Strahlentherapie und wahrscheinlich auch Röntgenuntersuchungen stören die feinsinnige Autoregulation des Melatoninhaushaltes.

Auszug: Beitrag von Dr. Med. Karl-Heinz Braun-von Gladiss im MED.EX. Journal März 2004