In der Folge wird das Modell Zellpotentialausgleich ausführlicher behandelt. Wir stützen uns für die grundlegenden Sachverhalte auf Schulbuchwissen. Dieses Modell liegt in der Begriffswelt der Elekrotechnik/Elektronik und ist deshalb für Elektrofachleute plausibler, als jedes Modell aus einer völlig anderen Berufswelt (Medizin). Ein wichtiger Begriff, den wir der Chemie bzw. Elektrochemie entlehnen müssen ist die Dissoziation (lat.): Auflösung, Trennung. Es ist ein Zerfall von Molekülen und chem. Verbindungen, die sich in Lösungen befinden, in Ionen, also in elektrisch geladenen Teilen. Der Dissoziationsgrad ist das Verhältnis der Zahl der gespalteten Moleküle zur Zahl der in der Lösung befindlicher Moleküle. Beispiel: Kochsalz (NaCl); Dieses dissoziert sich nicht nur in Wasser, sondern auch im Blut und in der Zellflüssigkeit in seine Teile: Na (Natrium) und Cl (Chlor). Es entstehen die Ionen Na+ und Cl-. An den Plus und Minus zu den chemischen Formelzeichen erkennt man, das es sich um Ionen handelt. Auch in der Luft hat es immer feinste Teile als Feststoffpartikel oder flüssige Stoffe, die elektrisch geladen sind. Diese werden ebenfalls Ionen genannt und machen je nach ihrer Menge die elektrische Leitfähigkeit der Luft aus. Die Ionenzahl in der Luft ist im Freien sehr unterschiedlich. Auf 1000 Metern Höhe bestehen die niedrigsten, im Talboden, vor allem in Ballungsgebieten die grössten Werte. Die Ionen in der Luft haben insofern eine wichtige Bedeutung, als diese durch ihre elektrische Ladung leichter über einen Reinigungsprozess mit dem Regen aus der Luft entfernt werden können. Luftkurorte sollten in Gegenden mit tiefen Werten in Bezug auf Luftionen sein. Der Mensch erholt sich in einer Gegend mit wenig Luftionen besser, als in einer durch Ionen belasteten Gegend. Völlig anders ist die Situation der Ionen im Körper, im Blut und in den Körperzellen. Hier haben die Ionen eine zentrale Stoffwechselfunktion, die über das ganze Leben nie unterbrochen werden darf. Der Stoffwechsel (von der Nahrungsaufnahme bis zur Ausscheidung) bedingt eine minimale Menge an Ionen, welche dank ihrer Ladung gleichsam ein elektrisches Pumpsystem für den Stoffwechsel (in die Zellen und aus den Zellen) bewirken. Man spricht von einer Dissotiationskonstante. Auf das Blut und die lebenden Zellen bezogen soll die Ionenzahl innerhalb einer bestimmten Bandbreite bleiben, da sonst die Zellfunktionen in Frage gestellt ist. Alkohol senkt die elektrische Dissoziation im Blut erheblich. Wenige Promille Alkohol im Blut ergeben Gleichgewichts- und Reaktionsstörungen, dies unter anderem weil die Ionenzahl für eine normale Funktion des Stoffwechsels zu gering ist. Umgekehrt erhört eine zu grosse Salzzufuhr die Ionenzahl über das optimale Mass. Mit verhältnismässig kleinen Mengen an Nahrungs- und Genussbestandteilen wird auf den Chemismus, speziell aber auf die Bioelektronik im Zellhaushalt des Körpers Einfluss genommen. Dazu ist der Schlüsselbegriff das Zellpotential. Man weiss heute, dass die bioelektronischen Phänomene im Tier- und Pflanzenkörper zu finden sind, wo Ladungen von ionisierten Molekülen oder Ionen zum Auftreten von elektrischen Potentialen und Strömen führen. Die elektrischen Potentialdifferenzen in den Organismen sowie zwischen Organismus und Umwelt beruhen auf Unterschieden der Ionenkonzentrationen. Auszug: www.e-smog.ch
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